Falschweg

Etwas
ohne mich selbst
bewegen.

Parallax-Scrolling (fehlerhaftes Haiku)

Alles was kommt, geht
, und es bleibt nur der Wunsch,
dass es so bliebe.

A tip for the iceberg:

Don’t let the 90 percent
drown you.

Warum ich „Namen und Nummern“ schrieb

True Story.

E caddi come corpo morto cade

Perspektivwechsel.

Ich bin klein / groß.

Ich schweige.
Das ist gut / schlecht.
Wen ich frage.

Dich frage ich
nicht mehr.

Aussprechendes Haiku

Wir könnten schweigend
die letzten Meter gehen.
Schnee wird eh zu Matsch.

 

Zukünftiges Haiku

Ich denk nicht an jetzt,
ich denk für übermorgen.
Flachgetretner Schnee.

 

Laue Nacht, wie meist

Der Boden ist nie fern,
nach oben wollt ich immer schon,
und dazwischen ist, was ist.

Ich hab dies niemals nicht gemeint
und immer schon gewollt, als ich
vom großen Scheitern sprach.

Ich kenn das alles aus dem Film,
dem Making of zum Buch zum Stück,
das immer von sich selbst erzählt.

Männer sitzen in Schaukelstühlen,
stören den Zikaden-Sound mit einem Schuss
aus Schrotgewehren.
Ich könnt den Weg dahin
so nicht gehen.

Nachricht aus der großen Stadt

Zum ersten Mal gesehn
den Mond seit langer Zeit.
Gut, dass er mich
nicht vergessen hat.

Formal falsch, inhaltlich richtig

Einzigste.

Amerika

Sie gingen dann weiter
und standen an
Strandpromenaden
und schauten aufs Meer.

Amerika als Ort,
wo sie gewesen waren,
gewesen sein würden,
wo sie was waren
und werden würden.

Sie standen an Strand-
promenaden, mit
Wind im Gesicht.

Haiku vom Anfang einer Reise

Vorher. Dann:
jetzt. Was dann noch kommt
kommt daher.

As simple as it gets.

Wenn du bei mir bist
denk ich an dich.

Wenn nicht
erst recht.

Get lost

I am 36 right now,
soon to be 35.

Von der Möglichkeit, man selbst zu sein, ohne sich umzubringen

Immer.
Immer war es
da; da war ich
dann.
Sonst nicht.

Jetzt.
Jetzt bin ich so.
Denn so bin ich
jetzt.
Einfach so.

Wort mit vier ‚o‘

Pornophobos.

Die Furcht vor Pornographie als eigene Entität, nicht die empfundene Furcht. Die wär Pornophobie.

Wie schrecklich.

Kettcar-Hörer

Vor der Markthalle, vor dem
Konzert, ans Geländer angelehnt,
Reclam lesend, dick und
gelb:
Hier ist er richtig.

Kunst

Kunst ist, das Unsagbare zu sagen.

Ein Haiku-Abend (statt Kirschblütenfest)

Jemand geht nach haus
und nähme sich gern was mit.
Schweigen geht immer.
// Verpassendes Haiku

Schnee fällt von Zedern
So viel Kilometer weit.
Haikus sagen nichts.
// Nichtssagendes Haiku

Nach der Pause kommt
allumfressendes Schweigen.
Küss mich, aber still.
// Momentanes Haiku

Von dem Blick zum Wort
das dort selbst verschwinden mag:
Morgen ist kein Tag.
// Verschwindendes Haiku

Ein Kuss dem Kusse
der sich selbst verschlingen mag:
Morgen ist ein Tag.
// Küssendes Haiku

Lechts »

 

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